Name Melanie
Geburtsjahr 1985
Sternzeichen Jungfrau
PLZ-Region / Land 28*** / Deutschland
Größe 160 cm
Gewicht 65 kg
   
BDSM-Neigung devot
Kleidungsstil individuell
Interessen Medizin, Psychologie, Kochen, Tiere, Musik (80er, Alternatives, Rock), Lesen, Schreiben
Charakter tiefsinnig, introvertiert, verträumt, romantisch, non-konform, humorvoll, leidenschaftlich, chaotisch

 

 

 

 

Die Schwule Frau in mir:

 

 

Eigentlich fing es schon in meiner Kindheit an. Ich war nie ein typisches Mädchen, ich spielte im Kindergarten nur mit Jungs, mochte die kleinen Matchboxautos lieber als Barbies und tollte auch viel lieber draußen herum, anstatt mir vorm Spiegel Kleider anzuziehen. Trotzdem machte ich mir nie Gedanken darüber, wie sich ein typisches Mädchen verhalten sollte, ich war einfach so wie ich war.

 

Seit meinem 14. Lebensjahr weiß ich, dass ich auf Männerliebe stehe. Endgültig "Klick" machte es bei mir als ich einen Film (Einsam, Zweisam, Dreisam) im Fernsehen sah, den ich irgendwie toll fand. Erst zum Schluss, als der eine Student dem anderen an den Hintern fasste, wusste ich, warum ich mir den ganzen Film reingezogen hatte. Eine Beziehung zu zwei Jungs, fand ich schon damals interessant aber DAS löste noch etwas ganz anderes bei mir aus. Es war als ob man einen Vorhang von etwas lüftete, das bereits schon die ganze Zeit da war und nur darauf gewartet hatte endlich Beachtung zu finden.

Ich redete mit niemandem darüber, dass ich es scharf finde, wenn zwei Jungs zärtlich zueinander sind, es war mir peinlich und ich hatte Angst verspottet oder genauso wie ein Schwuler diskriminiert zu werden. Wahrscheinlich wäre das bei meinem damaligen, schwulenfeindlichen Umfeld auch genau so passiert, jedenfalls fand ich niemanden, dem ich dies gerne anvertraut hätte.

 

Die Zeit verging und mit ihr auch meine Beziehungen. Weil mir immer irgendetwas fehlte, hielten die Beziehungen auch nie sehr lange. Selbst bei Partnern in die ich wirklich sehr verliebt war und für die ich alles getan hätte, spürte ich immer eine gewisse Leere, die ich aber auch nicht genau benennen konnte.

 

Schließlich geschah es dann einige Monate nach meinem 18. Geburtstag: Ich war schon eine Zeit lang mit meinem damaligen Freund zusammen und wir saßen gerade an einem Freitagabend ausgelassen in einem Lokal, während er plötzlich meinte, dass er auf Männer steht. Zuerst konnte ich es überhaupt nicht glauben und dachte er macht einen Spaß, weil er ansonsten bereits recht homophobe Äußerungen hervorgebracht hatte.

Der „Hardcore-Hetero“, wie ich ihn in meinen Gedanken bereits nannte, sollte binnen weniger Sekunden aus meinem Gehirn radiert sein. Natürlich habe ich ihn erst einmal darauf abgeklopft, ob er vielleicht heimlich an meinen PC gegangen und dort die reichhaltige Auswahl an Bildchen von Schwulen gesehen haben könnte und nun meinte, er müsse notgedrungen meiner Fantasie nachkommen. Allerdings erwies sich das im weiteren Gesprächsverlauf als vollkommen falsch.

Er war schlicht und einfach bisexuell, ja er stand sogar eigentlich nur auf Männer, ich wäre da eine Ausnahme, er liebe mich eben gerade wegen meinem männlichen Charakter.

 

Ich war von seinem Geständnis so sprachlos, dass ich es sogar erst am nächsten Tag fertigbrachte, ihm meine lange gehegte Sehnsucht zu beichten. Man kann sich sicher vorstellen, was dann sexuell folgte ;-)

Diese Beziehung halt stolze zehn Jahre, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Grund dafür war jedoch nicht seine Bisexualität, sondern der, dass sich unsere persönliche Entwicklung nach vielen Jahren langsam auseinander bewegte und wir nicht mehr so weit zusammen finden konnten, um gemeinsame Ziele zu verfolgen. Trotzdem stehen wir uns auch heute noch auf einer freundschaftlichen Ebene sehr nahe.

 

Meine Leidenschaft für die Männerliebe blieb bis zum heutigen Tage dennoch erhalten.